CDU zu Digitalisierung der Schulen: Main-Kinzig-Kreis hat seine Hausaufgaben gemacht

Fast 100 Prozent aller Schulen sind mit Office365-Paketen ausgestattet

„Der Main-Kinzig-Kreis als Schulträger hat seine Hausaufgaben gemacht. 91 von 98 Schulen in Trägerschaft des Kreises sind mittlerweile mit Office365-Paketen versorgt; viele Schulen nutzen das Angebot bereits seit Jahren“, konstatiert die Vorsitzende der CDU Main-Kinzig, Dr. Katja Leikert. In der Debatte um E-Learning und Homeschooling-Angebote könne man auf einem soliden Fundament mit einer exzellent ausgebauten Infrastruktur aufbauen. Alle Schulen im Main-Kinzig-Kreis seien im Zuge des Breitbandausbaus an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen worden – die Grundvoraussetzung dafür, dass die Digitalisierung im Schulalltag sinnvoll Einzug halten kann.

Wie der Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Winfried Ottmann berichtet, werden bereits seit geraumer Zeit Software-Schulungen für Lehrer über die Bildungspartner Main-Kinzig angeboten. Damit soll ein professioneller und effizienter Einsatz der neuen E-Learning-Angebote sichergestellt werden. Die Resonanz sei riesig; alle Schulungen seien ausgebucht gewesen. Weitere Angebote seien in Planung.

Während der überwiegende Teil der Grundschulen das Office-Paket für die Kommunikation der Lehrerinnen und Lehrer untereinander nutze – beispielsweise in Form von Video-Konferenzen über Microsoft Teams – erfolge in vielen weiterführenden Schulen auch die Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern mittlerweile auf diesem Weg. Die Schulschließungen der vergangenen Wochen hätten diese Entwicklung beschleunigt und dem Thema E-Learning im Zuge der Homeschooling-Debatte einen starken Schub verliehen.

Finanziert wird der Ausbau unter anderem aus dem Digitalpakt Schule. 5 Milliarden Euro stellt der Bund dafür in den kommenden 5 Jahren zur Verfügung; hinzu kommt ein Eigenanteil der Länder sowie der Schulträger. Allein 100 Millionen Euro sollen kurzfristig in den Auf- und Ausbau von Online-Lernplattformen fließen. Ganz aktuell hat der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD in Berlin darüber hinaus in dieser Woche beschlossen, Schulen und Schüler beim digitalen Unterricht zu Hause mit 500 Millionen Euro zu unterstützen. Mit einem Sofortausstattungsprogramm sollen die Schulen in die Lage versetzt werden, bedürftigen Schülern einen Zuschuss von 150 Euro für die Anschaffung entsprechender Geräte zu gewähren. Darüber hinaus soll die Ausstattung der Schulen gefördert werden, die für die Erstellung professioneller online-Lehrangebote erforderlich ist.

„Die CDU Main-Kinzig wird sich für die weitere Digitalisierung der Schulen und den Ausbau von E-Learning-Angeboten einsetzen. Viele Schulen in der Region zeigen bereits beispielhaft, wie sinnvoll sich Online-Angebote in die Schulverwaltung, aber auch in den Unterricht integrieren lassen. Bei den Schülerinnen und Schülern kommt diese neue Art des Lernens gut an und auch für Krisensituationen wie die aktuelle Corona-Pandemie sind wir damit gut gewappnet. So entsteht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, so Katja Leikert. Großen Anteil an dieser Entwicklung habe Winfried Ottmann, der das Thema konsequent vorantreibe. „Ohne politischen Willen wäre die bisherige Entwicklung in dieser Form nicht möglich gewesen“, betont die CDU-Kreisvorsitzende.

Das nächste „Amazon“ für Unternehmen soll aus Gelnhausen kommen

CDU-Kreisvorsitzende Katja Leikert und Winfried Ottmann informieren sich im Kinzig Valley

Jeder kennt sie, (fast) jeder nutzt sie: Digitale Plattformen wie Amazon, Facebook, airbnb, Uber oder booking.com. Sieben der wertvollsten Unternehmen der Welt sind im digitalen Bereich angesiedelt – keines davon sitzt in Europa. Das muss aber nicht so bleiben: Gerade im B2B-Bereich – also Geschäftsbeziehungen zwischen zwei oder mehr Unternehmen – bieten sich für kleine und mittelständische Unternehmen große Chancen, von der zweiten Welle der Digitalisierung zu profitieren. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, darüber sprachen die CDU-Kreisvorsitzende Dr. Katja Leikert und der Wirtschaftsdezernent des Main-Kinzig-Kreises, Winfried Ottmann, mit Unternehmern aus dem Kinzig Valley in Gelnhausen.

„Jedes Unternehmen sollte in den nächsten zwölf Monaten eine Strategie für den Einsatz digitaler Plattformen entwickeln“, hat der Präsident des Digitalverbands Bitkom, Achim Berg, vor wenigen Tagen auf dem Digital-Gipfel der Bundesregierung in Dortmund gefordert. In der Barbarossastadt wird man das sicher gern gehört haben, denn geht es nach den „Plattform.Machern“ Bernd Weidmann, Christian Romeis, Sebastian Köhler, Ulrich Verhoefen und ihren Mitstreitern, soll das Kinzig Valley dabei eine führende Rolle spielen.

Die Start-Up-Unternehmer und Gründer haben sich eher zufällig im Co-Working-Space in Gelnhausen kennengelernt und dabei schnell große Gemeinsamkeiten festgestellt. Was alle eint, ist der unternehmerische Mut, gepaart mit viel Leidenschaft für digitale Themen. Diese Begeisterung wollen sie jetzt – buchstäblich – zur Marktreife bringen und KMUs bei der Etablierung eigener digitaler Plattformen unterstützen.

Im Gespräch mit Katja Leikert und Winfried Ottmann ging es um die Frage, was die Politik tun kann, damit das Kinzig Valley in einigen Jahren mindestens genauso bekannt wie der „große Bruder“ aus Kalifornien ist. Weniger Regulierung, mehr Unterstützung für unternehmerischen Mut und ein modernes Wettbewerbsrecht, das den Anforderungen der digitalen Welt  gerecht wird, zum Beispiel. Und natürlich kommt es auch auf die richtige Vernetzung an, um die Idee der „Plattform.Macher“ nicht nur im Main-Kinzig-Kreis, sondern nach Möglichkeit international bekannt zu machen.

„Der Unternehmergeist der Plattform.Macher ist ansteckend und macht Lust auf mehr. Gerne unterstützen wir das Vorhaben“, versprach Katja Leikert im Namen der CDU Main-Kinzig.

 

Das Foto zeigt (von links): Ulrich Verhoefen, Winfried Ottmann, Sebastian Köhler, Christian Romeis, Dr. Katja Leikert und Bernd Weidmann.