Hessen bleibt auch in der Krise stark

  • Corona-Pandemie sorgt für größte Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg
  • Hessen hat schnell und unbürokratisch auf diese Herausforderung reagiert
  • Das Land ist hervorragend aufgestellt um die aktuelle Situation zu meistern

Anlässlich der finanziellen Auswirkungen und Herausforderungen der Corona-Pandemie, hat die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag eine aktuelle Stunde beantragt. Hierzu erklärt der finanzpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Michael Reul:
„Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt alle Bereiche des Lebens, von der Wirtschaft über die Gesellschaft, das Vereinsleben und die Politik vor enorme Herausforderungen. Gerade in Bezug auf die Wirtschaft erleben wir die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.

Es war daher sehr wichtig, dass wir schnell und direkt reagiert haben. Vor gut zwei Monaten wurde der bisher größte Nachtragshaushalt beschlossen, den es in der Geschichte des Landes Hessen je gegeben hat. In großer Einigkeit hat der Hessische Landtag Ermächtigungen von zwei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Diese Mittel wurden schnell und zielgerichtet verausgabt. Ein großer Betrag floss beispielsweise in medizinische Schutzausrüstung für Krankenhäuser. Ein weiterer großer Betrag wurde für die wirtschaftlichen Soforthilfen aufgewendet. Auch die Vereine haben von einem extra zugeschnittenem Soforthilfeprogramm profitiert. Und erst kürzlich wurden die Unterstützungsmaßnahmen für den kulturellen Sektor vorgestellt.

Mit den Bürgschaften der Wi-Bank konnte ebenfalls vielen Menschen schnell und unbürokratisch geholfen werden. Wir haben es somit in kürzester Zeit geschafft, vielen Menschen und Unternehmen zu helfen, etwas besser durch die Krise zu kommen. Das ist ein Verdienst des entschlossenen Handelns der Landesregierung und der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Aufgabenbereichen.

Selbstverständlich bleibt noch viel zu tun. Wir haben durch die vielen Einschränkungen enorme Steuerausfälle zu verarbeiten und viele Branchen sind weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Wir werden auch hier reagieren und uns im Juni mit einem zweiten Nachtragshaushalt befassen um auch weiterhin handlungsfähig zu sein und aktiv Politik – auch in der Krise – gestalten zu können.

Auch wenn die Herausforderungen groß sind, ist Hessen doch gut dafür gerüstet. Wir haben in den vergangenen Jahren solide im Sinne der Schuldenbremse gewirtschaftet, und – teilweise auch gegen heftigen Widerstand – nicht jedem Ausgabewunsch stattgegeben, sondern sparsam und wirtschaftlich gearbeitet. Gerade deshalb sind wir in der Lage, kraftvoll im Sinne unsere Bürgerinnen und Bürger Lösungen zu finden, gut durch die derzeitige Situation zu kommen.“

Wir müssen Geduld haben und Verantwortung für den Nächsten übernehmen!

Seit zwei Monaten hat sich für uns alle spürbar das Leben verändert. Wir erleben Einschränkungen im persönlichen Umgang miteinander, im privaten und im beruflichen Umfeld. Die wirtschaftliche Lage vieler Menschen und von Unternehmen stößt an ihre Grenzen und trotz vieler finanzieller Hilfsprogramme verspüren wir Ängste wie es weitergehen soll im Rahmen der Corona-Pandemie.

Wir erleben durch die Verbreitung des Corona-Virus zurzeit eine Ausnahmesituation wie es diese seit dem 2.ten Weltkrieg in Deutschland nicht mehr gegeben hat. Dies verunsichert uns gemeinsam und macht auch Angst. Aber wir müssen verstehen, damit umzugehen. Die Einschränkungen in den letzten Wochen waren wichtig und sinnvoll. Die dadurch gewonnene Zeit wurde genutzt, um unser Gesundheitssystem weiter zu ertüchtigen und die Verbreitung des Virus Covid-19 einzudämmen. Aber wir müssen weiterhin Geduld haben und Verantwortung für den Nächsten und uns selbst übernehmen. Das ist die entscheidende Grundlage, um durch diese Krise zu kommen und um sich gegen eine zweite massive Welle in der Pandemie zu schützen und diese möglichst eindämmen zu können.

Viele Menschen sind mittlerweile ungeduldig geworden aufgrund der Einschränkungen des täglichen Lebens. Die einzelnen Schritte der Lockerungen müssen wohl durchdacht und der Entwicklung der Pandemie angepasst sein, wenn wir nicht wollen, dass diese Beschränkungen zurückkehren.

Bedauerlicherweise wird der Eindruck von interessierten Kreisen, gerade in den sozialen Medien, erweckt, es seien irgendwelche unbekannten Mächte am Werk, die unsere Freiheit und die Wirtschaft einschränken und zerstören wollen. Diese nicht zu belegenden Thesen werden genutzt, um die bei uns vorhandene Unsicherheit zu verstärken und um politisch und gesellschaftlich Einfluss zu nehmen. Bitte seien Sie sich sicher: Alle bisherigen und zukünftigen Entscheidungen wurden und werden in der Verantwortung und Fürsorge für uns alle getroffen.

Helfen Sie bitte weiterhin mit, Abstand zu halten, die Hygienevorschriften umzusetzen und seinen Sie konsequent bei der Mund- und Nasenschutzpflicht. Nur dann kann es uns gemeinsam gelingen, die Infektionsketten nachzuverfolgen und einzugrenzen.

Indem wir uns gemeinsam daranhalten, übernehmen wir Verantwortung für den Nächsten und uns selbst. Dieses Verhalten ist zutiefst christlich und entspricht dem Gebot der Nächstenliebe.

Die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen in unserem Land haben höchste Priorität.

Deshalb ist jeder von uns aufgerufen, seinen Beitrag dazu zu leisten, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

Bleiben Sie gesund und vertrauen Sie ihren politischen Vertretern und ihren sehr wohl abgewogenen und schwierigen Entscheidungen.

100.000 Euro aus Wiesbaden für die Interkommunale Zusammenarbeit

Land Hessen fördert Projekt zur Klärschlammentsorgung im Main-Kinzig-Kreis

Das Land Hessen fördert Projekte zur Interkommunalen Zusammenarbeit. Davon profitiert auch der Main-Kinzig-Kreis, wie die heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Max Schad, Heiko Kasseckert und Michael Reul in einer gemeinsamen Pressemitteilung hervorheben. So stellt das Land dem Main-Kinzig-Kreis insgesamt 100.000 Euro für ein interkommunales Projekt zur Klärschlammentsorgung zur Verfügung.

Gemeinsam mit den örtlichen Abwasserverbänden haben die Städte Bad Soden-Salmünster, Erlensee, Langenselbold sowie die Gemeinden Jossgrund, Flörsbachtal und Rodenbach eine Kooperationsvereinbarung erarbeitet, die eine kostengünstigere Ausschreibung der Klärschlammentsorgung ermöglicht. Die offene Konzeptplanung ist offen für weitere Mitstreiter, die dann in den Genuss von stabilen Gebühren und einer umweltverträglichen Entsorgung kommen können.

„Wenn die Kommunen gemeinsam an einem Strang ziehen, wie es bei diesem Projekt in vorbildlicher Weise der Fall ist, profitieren am Ende alle Beteiligten. Nicht jedes Problem muss vor Ort im Alleingang gelöst werden, sondern im Verbund geht vieles leichter, schneller und kostengünstiger“, betonen Schad, Kasseckert und Reul.

Das Land hat seit 2008 insgesamt fast 300 kommunale Kooperationen mit mehr als 1.000 manchmal auch mehrfach eingebundenen Gemeinden gefördert. Dabei wurde eine Gesamtsumme von mehr als 20 Millionen Euro in unterschiedlichste Projekte investiert und die hessischen Kommunen wurden in ihrem Streben nach freiwilliger Zusammenarbeit unterstützt. 

Einfacher als im Bund, gerechter als in Bayern

  • Bundesmodell zu kompliziert und intransparent
  • Hessisches Modell einfach und nachvollziehbar
  • Berücksichtigung der Lage des Grundstücks erzeugt höhere Gerechtigkeit

Anlässlich der Vorstellung der Eckpunkte der zukünftigen Grundsteuerberechnung in Hessen durch Finanzminister Michael Boddenberg erklärte der finanzpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion Michael Reul:
„Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart, dass sich das Land Hessen für eine möglichst einfach umsetzbare Neuregelung der Grundsteuer einsetzt. Hintergrund dafür ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts nachdem die bisherige Einheitsbewertung verfassungswidrig ist. Auf Bundesebene wurde dann ein Kompromissmodell erarbeitet, gleichzeitig aber auch eine Grundgesetzänderung erwirkt, die es den Ländern ermöglicht, eigene Regelungen zu erarbeiten.

Aus unserer Sicht ist das Bundesmodell nicht dazu geeignet, die neue Grundsteuer einfach, transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Es ist im Gegenteil aufwendig und intransparent sowohl für die Bevölkerung in Deutschland wie auch für die Finanzämter. Es ist daher nur konsequent, wenn wir in Hessen einen eigenen Weg gehen und von der Länderöffnungsklausel Gebrauch machen.

Das vorgestellte Flächen-Faktor-Modell ist für die Bürgerinnen und Bürger einfach, transparent und nachvollziehbar. Es ist zudem gerechter als ein reines Flächenmodell wie es in Bayern vorangetrieben wird, da neben den reinen Flächengrößen auch die Lage für die Höhe der Steuer eine Rolle spielt. Denn gerade von der Lage ist es auch abhängig, inwieweit Grundstückseigentümer von kommunaler Infrastruktur profitieren.

Trotzdem wird es auch bei dieser Ausgestaltung Menschen geben, die eine höhere Steuer zahlen müssen als bisher, andererseits genauso Menschen, die weniger zahlen müssen. Das ist bei keinem Modell zu verhindern und gehört zur Wahrheit dazu. Über die letztliche Höhe der Grundsteuer entscheiden dann die Kommunen mit dem jeweiligen Hebesatz. Diese können dann so angepasst werden, dass näherungsweise die gleiche Belastung wie bisher zustande kommt. Das vorgestellte Modell bietet jedenfalls eine hervorragende Grundlage dazu.“

CDU-Landtagsabgeordnete fordern Abbau von kommunalen Beschränkungen bei Mobilfunkausbau

Strahlenbelastung sinkt beim Bau von mehr Funkmasten sogar/Akzeptanz in der Bevölkerung steigt

Nach 20 Jahren ist der Vertrag zwischen der evangelischen Kirchengemeinde Bruchköbel und der Mobilfunkfirma Telefonica/ O2 ausgelaufen. Mittels Rundschreiben will die Jakobusgemeinde aktuell von ihren Gemeindemitgliedern und allen Bürgerinnen und Bürgern wissen, wie sie zu einer erneuten Vermietung des Kirchturms als Mobilfunk-Sendeanlage stehen. Bei der erstmaligen Vermietung im Jahr 1999 hatte ein unabhängiges Gutachten ergeben, dass keine gesundheitliche Gefahr von der Strahlung ausgeht. Damals wie heute will die Kirchengemeinde vor der Entscheidung erneut eine Stellungnahme von unabhängigen Experten einholen. Die ersten Rückmeldungen aus der Bevölkerung, heißt es aus der Kirchengemeinde, seien mehrheitlich positiv.

Die CDU-Landtagsabgeordneten Max Schad, Heiko Kasseckert und Michael Reul nehmen diesen Vorgang zum Anlass, um allgemein für eine Aufhebung bestehender kommunaler Beschränkungen beim Mobilfunkausbau zu werben. Während ein gesundheitsschädliches Strahlungsrisiko durch Funkmasten mittlerweile widerlegt sei, würden Funkmasten auf öffentlichen Gebäuden vielerorts weiterhin abgelehnt; teilweise gebe es dazu entsprechende Beschlüsse der politischen Gremien vor Ort. Nach derzeitigem Stand der Forschung sinke die Strahlenbelastung aber sogar, wenn weitere Masten gebaut werden. „Hier gilt das einfache Prinzip: Je mehr Handymasten stehen, umso schwächer müssen sie ihre Signale senden“, so die CDU-Politiker.

Zudem würden die Rufe aus der Bevölkerung nach einem flächendeckenden Mobilfunkausbau – zu Recht – immer lauter. „Wenn wir beim Thema Digitalisierung vorankommen wollen, gehört dazu auch ein leistungsfähiges und stabiles Mobilfunknetz – und zwar nicht nur in den Ballungsräumen, sondern flächendeckend im gesamten Bundesgebiet“, schreiben Schad, Kasseckert und Reul weiter. Den Mobilfunkanbietern sollten daher nicht unnötig Steine in den Weg gelegt werden, zumal die Zustimmung innerhalb der Bevölkerung für den Bau von Sendemasten aufgrund des hohen Nutzens in den vergangenen Jahren signifikant zugenommen habe.

500.000 Euro Soforthilfe für hessische Kinos

Zur von der Hessischen Filmförderung für die Kinos bereitgestellten Soforthilfe erklärte der zuständige Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Michael Reul:
„In Corona-Zeiten leiden auch die hessischen Kinos unter der Krise. Um den Lichtspielhäuser, die uns ansonsten mit viel Kreativität und Hingabe erfreuen und in die unterschiedlichsten Filmwelten entführen, finanziell unter die Arme zu greifen, stellt die HessenFilm und Medien GmbH eine Soforthilfe von 500.000 Euro bereit. Damit es auch nach der Pandemie auch in den hessischen Kinosälen weiter heißt, ‚Film ab!‘.“

Verantwortung für den Nächsten übernehmen

Jeder Mensch trägt Verantwortung für die Mitmenschen in seinem Umfeld und sich selbst. Gerade jetzt, aufgrund der Corona-Pandemie, ist die Verantwortung des Einzelnen für die Anderen besonders groß.

Wir wollen gemeinsam dafür kämpfen, dass wir die Pandemie einschränken und zurückdrängen können. Deshalb ist es wichtig, dass wir das „social distancing“ konsequent einhalten. Nur wenn es uns gelingt Abstand zu halten, die Hygienevorschriften umzusetzen und ab dem kommenden Montag (27. April) auch konsequent die Mund- und Nasenschutzpflicht durchzuführen, dann können weiterhin Infektionsketten nachverfolgt und eingegrenzt werden.

Dies ist sehr wichtig um die Pandemie in Grenzen zu halten, so dass unser Gesundheitssystem nicht überlastet werden wird. Die verstärkte gegenseitige Rücksichtnahme ist im übertragenen Sinne das Gebot der Nächstenliebe im öffentlichen und privaten Leben. Dieses Gebot der Stunde müssen wir uns über die Krise hinaus bewahren.

Viele Menschen in der medizinischen und pflegerischen Betreuung und den Bereichen der Grundversorgung arbeiten mit großer Verantwortung bis an ihre Grenzen und auch darüber hinaus. Wir sind Ihnen gemeinsam zu großem Dank verpflichtet.

Die Sorgen und Nöte im Bereich der Wirtschaft, im Sozialen und im Privaten sind teilweise sehr ernst und von Seiten des Staates und der Politik wird alles unternommen, um Unterstützung und Hilfe zu geben. Trotzdem gelingt es auch nicht immer.

Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Zeit nach der Corona-Pandemie anders als vor der Pandemie sein wird. Die Themen Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit sind wieder stärker im Focus der Menschen und werden nicht mehr als selbstverständlich und gegeben wahrgenommen. Die Maßnahmen, die ergriffen worden sind, werden je nach der Entwicklung der Pandemie in verantwortlicher Weise wieder zurückgenommen werden.

Der Lockdown kann und wird kein Dauerzustand bleiben. Dabei ist selbstverständlich, dass die Eigenverantwortung der Unternehmen, aber auch die eigene Verantwortung der Arbeitnehmer in Deutschland sukzessive wieder im Vordergrund stehen muss.

Der Staat kann nicht auf Dauer alles finanzieren und unterstützen. Wir müssen uns damit abfinden, dass viele Dinge nicht mehr selbstverständlich sind. Das geht bis hin in den Bereich der sozialen Leistungen, die man an der einen oder anderen Stelle wird neu justieren müssen, damit man den wirklich Bedürftigen helfen kann, aber man wird nicht allen immer helfen können. Das wird eine ganz schwierige Abwägung für die Wirtschaftspolitik und für die Sozialpolitik in den nächsten Monaten werden oder vielleicht auch in den nächsten Jahren. Aber darin liegt auch eine große Chance, dass wir uns nämlich wieder auf den wesentlichen Kern sozialstaatlicher Aufgaben besinnen müssen. Wir werden manches, an das wir uns gewöhnt haben, nicht unbedingt aufrechterhalten können ohne an anderer Stelle Abstriche zu machen.

Wenn wir aus der jetzigen Krise gemeinsam unsere Lehren daraus ziehen, dann werden wir gemeinsam gestärkt aus der Krise hervorgehen. Jede Krise bietet auch Chancen. Lassen Sie uns gemeinsam die Krise meistern und danach auch die sich uns bietenden Chancen in der Gesellschaft ergreifen. Bleiben Sie gesund und machen Sie mit Verantwortung für die Nächsten zu übernehmen.

Land Hessen hilft Vereinen mit millionenschwerem Soforthilfeprogramm

Schad, Kasseckert und Reul weisen auf neues Angebot der Landesregierung hin

Gemeinsam gegen Corona: Die CDU-geführte Landesregierung lässt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die breit gefächerte hessische Vereinslandschaft in der Krise nicht im Regen stehen. Dafür sorgt ein neues Soforthilfeprogramm: Ab 1. Mai können alle gemeinnützigen Vereine, die durch die Pandemie in ihrer finanziellen Existenz bedroht sind, jeweils bis zu 10.000 Euro beantragen. Darauf weisen die drei heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Max Schad, Heiko Kasseckert und Michael Reul in einer gemeinsamen Pressemitteilung hin.

„Die Vereine und das Ehrenamt sind wesentliche Elemente unserer Zivilgesellschaft und stärken den Zusammenhalt und die Solidarität in unserem Land. Sie sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Um gut durch diese schwierige Zeit zu kommen, hilft das Land Hessen daher Vereinen mit einem millionenschweren Soforthilfeprogramm. Ganz gleich ob Sport, Kultur, Natur, der Sozialbereich oder die Nachbarschaftshilfe – wir lassen die 41.000 hessischen Vereine nicht im Stich. Die finanziellen Mittel werden helfen, existenzielle Nöte abzuwenden und die wichtige Arbeit vor Ort über die Krise hinaus zu sichern“, schreiben Schad, Kasseckert und Reul.

Die weltweite Pandemie könne auch für die örtlichen Vereine eine Gefahr darstellen; nicht nur die laufenden Betriebskosten, sondern auch finanzielle Ausfälle durch wegbrechende Veranstaltungen oder Aufnahmestopps bei der Mitgliederentwicklung müssten kompensiert werden. „Die Soforthilfen des Landes sollen hier direkt vor Ort Abhilfe schaffen. Ausgelagerte Geschäftsbetriebe von hauptamtlich geführten Vereinen können darüber hinaus bereits unternehmerische Hilfen des Bundes in Anspruch nehmen“, informieren die CDU-Abgeordneten.

Die Soforthilfe kann ab dem 1. Mai 2020 beim jeweils zuständigen Ministerium beantragt werden. Der Antrag ist unter www.hessen.de abrufbar.

Gemeinnützige Sportvereine stellen den Antrag beim Hessischen Ministerium des Innern und für Sport unter corona-vereinshilfe@sport.hessen.de.

Gemeinnützige Vereine aus dem Kunst- und Kulturbereich erreichen das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter  corona-vereinshilfe@kultur.hessen.de.

Vereine, Initiativen und Organisationen aus allen anderen gesellschaftlichen Bereichen richten ihre Anträge direkt über die Adresse corona-vereinshilfe@umwelt.hessen.de an das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie das Hessische Ministerium für Soziales corona-vereinshilfe@hsm.hessen.de.

Statt kommunaler Parlamente kann ab sofort der Finanzausschuss entscheiden

CDU-Landtagsabgeordnete weisen auf Änderung der HGO im Zuge der Corona-Krise hin

Neben der Verschiebung aller zwischen April und Oktober terminierten Bürgermeisterwahlen auf frühestens 1. November 2020 in Folge der Corona-Krise, hat der Hessische Landtag in dieser Woche eine weitere kommunalpolitisch bedeutsame Entscheidung getroffen, die auch die Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis unmittelbar betrifft. So kann ab sofort der Finanzausschuss – sofern für diese Zwecke kein besonderer Ausschuss eingerichtet wurde – an Stelle der kommunalen Parlamente in dringenden Angelegenheiten entscheiden. Auf eine entsprechende Änderung der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) weisen die heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Max Schad, Heiko Kasseckert und Michael Reul hin.

Voraussetzung ist, dass ein Aufschub der Entscheidung bis zur nächsten regulären Sitzung nicht ohne Schaden für den Kreis, die Stadt oder die Gemeinde möglich ist. Dringliche Entscheidungen können auch in nichtöffentlicher Sitzung und sofern notwendig sogar im Umlaufverfahren getroffen werden.

Ziel sei es, die Gefahr weitere Infektionen zu minimieren. „Mit dem Gesetz stellen wir auch in schwierigen Zeiten die Handlungsfähigkeit der kommunalen Gremien sicher. Auch aufgrund des oft hohen Altersdurchschnitts in den Parlamenten haben wir hier eine besondere Fürsorgepflicht. Niemand soll gezwungen werden, das meist ehrenamtliche politische Engagement über die eigene Gesundheit zu stellen. Die Mehrheitsverhältnisse und damit der Wählerwille sollen selbstverständlich auch in der Krise gewahrt bleiben. Wir halten das für einen guten Weg, um in dringenden Fällen handlungsfähig zu bleiben ohne den Schutz der Gesundheit darüber aus dem Blick zu verlieren“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Drogenabhängigkeit ist eine Krankheit

Michael Reul besucht die Suchthilfeeinrichtung der AWO in Gelnhausen

Alljährlich sterben in Deutschland weit mehr 1.200 Menschen durch Drogenkonsum, wobei die häufigste Todesursache Opioiden, wie beispielsweise Heroin oder Morphium, zugrunde liegt. „Legal highs“, also psychoaktive Substanzen, die unter anderem als Kräutermischungen, Badesalze, Lufterfrischer oder auch Reinigungsmittel angeboten werden, spielen bei den Todesursachen statistisch eine untergeordnete Rolle, was jedoch auf die Legalität vieler dieser Produkte zurückzuführen sein dürfte, die meist in Asien produziert und frei zugänglich im Internet bezogen werden können.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Reul engagiert sich seit vielen Jahren als erster Vorsitzender des Gelnhäuser Vereins Suchtprävention e. V. und bezeichnet die Drogenabhängig als eine Krankheit, die man auch so wahrnehmen müsse.


Im Gespräch mit Dagmar Wieland, Leiterin der Fachstelle bei der AWO Suchthilfeeinrichtung Kreisverband Main-Kinzig e. V. in Gelnhausen, wurde deutlich, dass es sich bei dem Drogenkonsum um eine relevante gesellschaftliche Herausforderung handelt, der man neben der medizinischen Versorgung und adäquaten Hilfen im der Bereich der psychosozialen Betreuung auch wichtige und notwendige präventive Maßnahmen entgegensetzen muss.

Dagmar Wieland bietet diese Hilfestellungen auf vielfältige Weise an. Dazu zählen unter anderem Gespräche, Vorträge und Projekttage zum Beispiel an Schulen und die Vermittlung von weiterführenden Maßnahmen und Dienstleistungen.

„Die Suchthilfestelle der Arbeiterwohlfahrt ist in unserer Region eine wichtige Einrichtung, wenn es darum geht, den Drogenkonsum bereits in der Prävention einzudämmen und die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu beraten. Dazu zählen auch die Angehörigen sowie das Umfeld der Suchtkranken, die in diesem Zusammenhang ebenfalls Beratung, Unterstützung und Hilfe bedürfen. Ich bedanke mich sehr herzlich bei Frau Wieland für ihr Engagement, dass vielen Menschen eine Perspektive gibt. Grade ihr Engagement im Bereich der schulischen Aufklärung ist im Sinne der Prävention von unschätzbarem Wert“, so CDU-Landtagsabgeordneter Michael Reul.