Hessen bleibt auch in der Krise stark

  • Corona-Pandemie hat viele Unternehmen und Branchen schwer getroffen
  • Bund und Land haben schnell und umfangreich mit verschiedensten Maßnahmen reagiert
  • Die Wirtschaft muss nun stabilisiert und durch kluge Investitionen nachhaltig gestärkt werden

Zur heutigen Regierungserklärung zur Wirtschaftspolitik, erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Heiko Kasseckert:
„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des sogenannten „Lockdown“ erschüttern bis heute ganze Wirtschaftszweige und viele Unternehmen. Steigende Infektionszahlen in unseren Nachbarländern, aber auch in Deutschland, weisen uns täglich darauf hin, dass wir noch mitten in der Krise sind und diese noch lange nicht überstanden haben.

Das Land Hessen und der Bund haben mit vielfältigen Programmen und Unterstützungsmaßnahmen auf diese Krise reagiert. Ob nun die Soforthilfe, die Überbrückungshilfe, die Kredite der WI-Bank oder steuerliche Erleichterungen – mit dieser Mischung haben wir es gemeinsam geschafft, Unternehmen und damit auch deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wirksam zu unterstützen.

Darauf dürfen wir uns nicht ausruhen. Es sind weiterhin umfangreiche Stabilisierungsmaßnahmen für die hessische Wirtschaft nötig. Hierbei ist es vor allem wichtig, klug zu investieren und mit zielgerichteten Maßnahmen die Unternehmen zu stabilisieren. Dabei geht es vor allem darum, wie man Ökonomie und Ökologie so miteinander verbinden kann, dass der Wohlstand des Landes erhalten bleibt und wir trotzdem ressourcenschonend und verantwortungsvoll mit Rücksicht auf Umwelt und Klimaschutz umgehen.

Aufgrund der hohen Nachfrage werden beispielsweise die Mikro-Kredite der WI-Bank um 200 Millionen Euro aufgestockt. Mit diesen Krediten mit einem Umfang von 5.000 – 35.000 Euro können sich vor allem Kleinunternehmen und Soloselbstständige mit zusätzlicher Liquidität zu attraktiven Konditionen versorgen.
Ein weiterer Baustein ist der HessenFonds mit einem Umfang von 500 Millionen Euro für befristete Beteiligungen, Bürgschaften und Haftungsübernahmen für Unternehmen ab 50 Beschäftigten. Zu diesen direkten Hilfen investieren wir in wichtige Baumaßnahmen, wie den kommunalen Straßenbau oder ein Sonderprogramm für Wohnraummodernisierung, die Digitalisierung und die Förderung von Start-Ups.
Ein ganz wichtiger Punkt ist die Förderung der Ausbildung. Junge Menschen sind unsere Zukunft und müssen auch in der Krise eine Perspektive aufgezeigt bekommen. Wir werden deshalb kleine und mittlere Unternehmen bei der Berufsausbildung unterstützen, beispielsweise indem wir im ersten Jahr die Ausbildungsvergütung übernehmen.

In jeder Krise steckt auch eine Chance. Hessens Wirtschaft ist stark und stabil, und wir sind bisher im Bundes-, aber auch im europäischen, Vergleich äußerst gut durch die derzeitige Situation gekommen. Wir werden auch weiterhin kraftvolle Antworten auf die kommenden Herausforderungen finden, um unsere Unternehmern und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestmöglich zu unterstützen. Dabei trägt uns das Fundament der sozialen Marktwirtschaft und nicht der Planwirtschaft“.