Vom Wärmetauscher bis zum Ehering – alles dreht sich um Tantal

Katja Leikert und Heiko Kasseckert besuchen Tantec GmbH in Gelnhausen

Stillstand ist keine Option: Seit 2008 ist die Tantec GmBH mit Sitz in Gelnhausen am Markt und in diesem Zeitraum zum Weltmarktführer aufgestiegen. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung und Verarbeitung von Apparaten aus dem Werkstoff Tantal – vornehmlich für die Chemie- und Pharmabranche –  spezialisiert und vertreibt diese rund um den Globus. Die Vorsitzende der CDU Main-Kinzig, Dr. Katja Leikert, und Heiko Kasseckert, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, informierten sich bei einem Besuch über die Firmenphilosophie des mittelständischen Unternehmens. Gründer und Inhaber Georg Raab sowie die beiden Prokuristen Bettina Rüttger und Marc Runkel hießen die CDU-Politiker willkommen.

Dass das Unternehmertum ihm im Blut liegt und er bereit ist, auch ungewöhnliche Wege zu gehen, zeigt das jüngste „Baby“ von Georg Raab: In einem Nebenraum der Werkshalle, wo sonst Wärmetauscher gefertigt werden, entstehen seit einiger Zeit Schmuckstücke aus Tantal. Dafür hat er sich eigens eine Goldschmiedin ins Team geholt. Das Besondere: Jedes Stück ist ein Unikat. Die Nachfrage ist schon jetzt groß – Tendenz steigend.

45 Angestellte sind derzeit bei der Tantec GmbH beschäftig, darunter elf Auszubildende. Besonders stolz ist Raab, dass auch eine junge Frau derzeit eine Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin durchläuft – auch im Jahr 2019 immer noch keine Selbstverständlichkeit. Der Unternehmer ist auf hochspezialisierte Fachkräfte angewiesen. Da passende Mitarbeiter am Markt aber nahezu gar nicht zu bekommen seien, setzt er seit einigen Jahren verstärkt auf den eigenen Nachwuchs.

Das Thema Fachkräftemangel und die Frage, wie wieder mehr junge Menschen für eine (handwerkliche) Ausbildung gewonnen werden können, war daher ein wichtiges Thema im Gespräch mit Leikert und Kasseckert. Aber auch Forderungen der mittelständischen Wirtschaft, wie eine Reform der Unternehmensbesteuerung, kamen zur Sprache. Vor völlig neue Herausforderungen stellt die heimischen Unternehmen die wachsende Konkurrenz aus China.

„Wir wollen, dass unsere hohen Qualitätsstandards auch in einem sich verändernden globalen Wettbewerb Bestand haben. Das wird allerdings kein Spaziergang und erfordert eine neue strategische Ausrichtung unserer Industriepolitik“, verdeutlichte Leikert. Der CDU sei dabei bewusst, dass die Betriebe „Luft zum Atmen“ brauchen. Angesichts der großen Verantwortung, die Unternehmer wie Georg Raab vor Ort übernehmen, sei es keine Floskel, wenn der Mittelstand als das Rückgrat der heimischen Wirtschaft bezeichnet werde. Die CDU wolle weiterhin ein verlässlicher Partner sein. Die Anregungen von Georg Raab wollen Kasseckert und Leikert daher gerne in die politische Diskussion nach Wiesbaden und Berlin weitertragen.